Aktuelles zur KV Reform

30. Juni 2021
Jessica Meier

Der VLKB in Bundesbern

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerates (WBK-S) hat den VLKB zu einer Anhörung über die KV Reform eingeladen. Ursprung für das Interesse der Kommission ist die eingereichte Motion 21.305  über die zeitliche Verschiebung des Einführungszeitpunktes der KV Reform.

Wir haben die Einladung gerne angenommen und in der Kommissionssitzung vom 24.  Juni 2021 die noch offenen Aspekte und Fragen aus Sicht der Lehrpersonen präsentiert. Im Fokus der Kommission waren insbesondere die Handlungskompetenzorientierung, das Fremdsprachenkonzept sowie die Berufsmaturität. Die vom VLKB präsentierten Aspekte bezogen sich auf die Themen, die wir auch in unserer Stellungnahme im April 2021 an das SBFI adressiert haben.

Die vollständige Stellungnahme ist auf der Internetseite des VLKB einsehbar.

Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass die Stimme der Lehrpersonen gehört werden wollte und wir diese besondere Möglichkeit erhielten auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen.

 

Neuer Einführungszeitpunkt der Reform Kaufleute: 2023

In einer Medienmitteilung der Verbundpartner wurde heute über die Verschiebung des Einführungszeitpunktes auf das Jahr 2023 informiert. (Die Verbundpartner setzen sich zusammen aus SBFI, SBBK, Schweiz. Gewerbeverband, Schweiz. Arbeitgeberverband, Kaufmännischer Verband Schweiz, SKKAB und IGKG.)

Gemäss Mitteilung fielen die Rückmeldungen zum Einführungszeitpunkt im Rahmen der Anhörung sehr unterschiedlich aus. Die Organisationen der Arbeitswelt sprachen sich für eine Einführung 2022, die Kantone mehr für eine Einführung 2023 aus. Die Inkraftsetzung von Bildungsplan und Bildungsverordnung wurde nun auf Lehrbeginn 2023 festgelegt.

Der VLKB freut sich über diese Entscheidung des SBFI. Damit wird eine der in der Stellungnahme formulierten Forderungen erfüllt. Diese Verschiebung ermöglicht es den Berufsfachschulen den Reformprozess sorgfältig und mit Einbezug der betroffenen Personen durchzuführen.

Weiter informiert die Mitteilung im Wesentlichen über folgende Punkte:

  • Gemäss Mitteilung zeigen die Ergebnisse der Anhörung, dass die von der Trägerschaft revidierte kaufmännische Grundbildung bei Kantonen und Dritten auf ein positives Echo stösst.
  • Die Anhörung des weiterentwickelten Fremdsprachenkonzepts lief bis 4. Juni 2021. Der Vorstand der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und die Plenarversammlung der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) haben bereits ihre Zustimmung signalisiert. Der Entscheid des WBF zum Fremdsprachenkonzept wird per Ende Juni 2021 erwartet.
  • Das Gesamtkonzept für die lehrbegleitende BM1 liegt zur Überprüfung bei der Eidgenössischen Berufsmaturitätskommission.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier: SBFI-Mitteilung der Verbundpartner.

Der VLKB hofft, dass auch die weiteren, zentralen Forderungspunkte aus der Stellungnahme berücksichtigt werden und eine entsprechende Überarbeitung der Leistungsziele zur Qualitätssicherung folgt.

Alle Stellungnahmen des VLKB zu den SBFI-Anhörungen finden Sie hier: Link Stellungnahmen

 

Zusätzliche Anhörung zum Fremdsprachenkonzept

Das Nationale Koordinationsgremium hat eine Arbeitsgruppe beauftragt, die Umsetzungsvarianten der Fremdsprachen zu analysieren, wobei festgestellt wurde, dass die Varianten in der Bildungsverordnung sowohl die sprachpolitischen, bildungspolitischen und bildungssystematischen Anforderungen nicht erfüllt werden. Ein neu ausgearbeiteter Lösungsansatz kommt somit in eine neue Anhörungsrunde.

Diese Variante sieht vor, dass der Wahlpflichtbereich "individuelle Projektarbeit" in "Agieren im mehrsprachigen Arbeitsumfeld" umbenannt und darin die zweite Fremdsprache ebenfalls mitberücksichtigt wird. Das Konzept sieht vor, dass die Vermittlung sprachlicher Grundkompetenzen (schriftlich A2, mündlich B1) sowie interkulturelle Kompetenzen im Fokus stehen.

Link Anhörungsdokumente Dokumente SBFI

 

Kurzinformation 05 / 29. April 2021 des NKG zur nationalen Umsetzung:
Der Newsletter informiert, dass die Umsetzungskonzepte mit konkretisierten Leistungszielen im Mai 2021 zu erwarten sind und für die Berufsfachschulen als verbindlich gelten.

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Kurzinformation 04 / 19. April 2021 des NKG zur nationalen Umsetzung: 

Der wichtige Bestandteil des Newsletters ist die Information über das neue Fremdsprachenkonzept - eine weitere Alternative zur Umsetzung der Fremdsprachen bei der KV-Lernende sowohl eine Landessprache als auch die Sprache Englisch erlernen.
Diese Alternative war in der Bildungsverordnung zur Anhörung noch nicht vorgesehen, weshalb es für das Fremdsprachenkonzept vom 3. Mai bis 3. Juni 2021 eine zusätzliche Anhörung beim SBFI geben wird.

Weiter informiert, dass die Weiterbildungen für die Schulentwickler sowie die Lehrpersonen gestartet sind und die Lösungsansätze für die integrierte Berufsmaturität bis Mitte Mai vorliegen sollen.

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16. April 2021: Die Stellungnahme zu Bildungsverordnung und Bildungsplan Reform Kaufleute 2022 ist eingereicht.

Lesen Sie hier mehr dazu.

 

 

Kurzinformation 03 / 30. März 2021 des NKG zur nationalen Umsetzung: 
Die wichtige Aktualität ist das Vorliegen des Berichts "Organisationsmodelle" aus dem Teilprojekt 5, welcher die Varianten zur Umsetzung in den Berufsfachschulen vorstellt.

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Die Stellungnahme des Association suisse des professeurs de français (ASPF)

Bereits im Frühjahr 2020 hat der Verband der Französischfachlehrpersonen ASPF Stellung zu den Entwicklungen der Reform und zur Wichtigkeit der Landessprache Französisch genommen. Es ist keine förderliche Entwicklung, wenn aufgrund von Modularisierungen und Wahlmöglichkeiten grundlegende Kompetenzen nicht mehr obligatorisch vermittelt werden.

Obwohl die Schweizer Bevölkerung in den Abstimmungen den Auftrag erteilt hat, die Landessprachen als verbindendes Element zwischen den Regionen der Schweiz zu wahren, muss im Schulalltag dafür gekämpft werden.

Die Stellungnahme möchten wir Ihnen nicht vorenthalten und hier (nachträglich) zur Verfügung stellen. Machen wir uns weiterhin stark für eine kaufmännische Ausbildung mit fundierten Kenntnissen und für die Sicherstellung der Durchlässigkeit unseres Bildungssystems.

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Kurzinformation 02 / 08. Februar 2021 zur nationalen Umsetzung: 
Das nationale Koordinationsgremium informiert neu monatlich über den Stand der Arbeiten im Projekt Kaufleute 2022.

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Unsere Argumente für die zeitliche Verschiebung der Reformeinführung: Das Nationale Koordinationsgremium (NKG) hat in ihrer Kurzinformation vom 12. Januar 2021 festgehalten, dass sie die Umsetzung der Reform überwachen und sie den Kantonen und Berufsfachschulen mindestens ein Jahr Vorlaufzeit für die Einführung der Reform gewähren. Kurzinformation 12. Januar 2021

Wir stehen diesem engen Zeitfenster kritisch gegenüber, ist doch die Aufgabenliste der Berufsfachschulen sehr umfangreich. Unsere Argumente erfahren Sie in der Februar-Ausgabe des Folio des Verbands Berufsbildung Schweiz (BCH).

 

Januar 2021

Der VLKB an der Kickoff-Veranstaltung Umsetzung Reformprozess
Der VLKB wurde von der SKKBS zur Kickoff-Veranstaltung für die Umsetzung der Reformprozesse Kaufleute 2022 Mitte Februar eingeladen. Wir freuen uns über diese Teilnahmemöglichkeit und berichten hier über die nächsten Projektergebnisse.

 

Die zweite Landessprache wieder in Diskussion
Die Unterscheidung der Profile E und B wird in der neuen Bildungsverordnung nicht mehr vorgesehen. Damit weiterhin bisherige E- und B-Profil-Lernende die Ausbildung absolvieren können, sollte gemäss neuer BiVo die Möglichkeit entfallen, zwei Fremdsprachen in der Ausbildung verpflichtend zu vermitteln. Die Entscheidung, welche Fremdsprache (ob zweite Landessprache oder Englisch) an der Berufsfachschule unterrichtet werden sollte, war gemäss erster Version der BiVo an die Kantone delegiert.

Die Politik reagierte. Im September 2020 hat FDP-Nationalrätin (GR) Anna Giacometti im Nationalrat die Interpellation 20.4071eingereicht, dies unter anderem mit dem Argument, dass "die Landessprachen in eine sinnlose Konkurrenz zum Englisch gestellt werden und den Wert unserer Landessprachen schmälern würde". Ebenso wäre die Durchlässigkeit zur Berufsmaturität erschwert, wenn nur noch eine Fremdsprache unterrichtet wird.

In der Stellungnahme des Bundesrates vom 25.11.2020 bestätigt der Bundesrat den hohen Stellenwert der Förderung der Mehrsprachigkeit in den Schweizer Schulen. Er verweist aber ebenso auf die Anforderung, die KV-Lehrere leistungsschwächeren Lernenden (bisher B-Profil) zu ermöglichen. Im Zuge der Anhörung können die Berufsbildungsämter, die OdA und weitere interessierte Kreise Stellung nehmen zu den folgenden zwei Varianten:

  • Variante A: Entscheidung bleibt bei den Kantonen, welche Fremdsprache (zweite Landessprache oder Englisch) wird obligatorischer Teil der Ausbildung
  • Variante B: Zweite Landessprache wird obligatorische Fremdsprache.

Eine Entscheidung des SBFI zur Verordnung kann im April 2021 erwartet werden.

 

Dezember 2020

Ticketantrag beim SBFI
Am 18. Dezember 2020 hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Ticket für das Projekt «Kaufleute 2022» erteilt. Die Anhörung des SBFI findet zwischen dem 20. Januar und 20. April 2021 statt.

Die dazu ergänzenden Dokumente (Quellen SBFI, Konvink):

 

FAQ: Offene Fragen zum Reformprojekt
Lehrpersonen und Berufsfachschulen haben wichtige Fragen gestellt. Sie werden im Dokument "die wichtigsten Fragen und Antworten zum Reformprojekt" von der SKKAB zusammengetragen. Wir finden viele Fragen sind noch unbeantwortet und die gegebenen Rückmeldungen verweisen auf die noch laufenden Projekte, die durch das Nationale Koordinationsgremium (NKG) lanciert wurden. So sind wir sehr gespannt auf die nächsten Projektergebnisse und die konkreten Antworten auf die offenen Fragen.

 

Einen Überblick über bisherige Entwicklung der Reform und die geplanten Schritte 2021 finden Sie im Hauptmenü «Reform Kaufleute 2022»

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Schweizerischer Verband
der Lehrerinnen und Lehrer
an Kaufmännischen Berufsschulen

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